Die e. c. – Spore kann außerhalb des Wirts abhängig von Temperatur und Feuchtigkeitsgehalt bis zu 2 Jahre in der Umwelt überleben.
Die Ausscheidung der Sporen erfolgt beim Kaninchen über den Urin/Kot. Die Übertragung auf ein anderes Kaninchen erfolgt über das infizierte Futter bzw. Einstreu. Aus diesem Grund könnte auch das „neu“ dazugekommene Kaninchen (als so genanntes „Trägertier“) der Auslöser für die Krankheit gewesen sein. Da er aber keinerlei Krankheitsanzeichen zeigt und putzmunter ist, erspare ich ihm den Titer-Test.
Bei schwangeren Kaninchenweibchen ist die Übertragung auf die Jungtiere möglich.
Enzephalitozoon cuniculi ist wie viele anderen Parasiten in der Lage trotz einer Immunantwort des Wirts im Organismus zu verbleiben. Das Überleben des Erregers in den Zellen des Immunsystems wird zum Beispiel durch die Unfähigkeit der winzigen von einer Membran umschlossenen Zellorganellen mit dem flüssigkeitsgefüllten Hohlraum um den Zellparasiten zu verschmelzen ermöglicht.
Man kann die Titer-Höhe bestimmen lassen, um herauszufinden, ob ein Ausbruch dieser Krankheit bevorsteht. Ich persönlich halte nichts davon, denn es gibt Kaninchen, die eine hohe Titer-Anzahl vorweisen, aber bei denen die Krankheit nie ausbricht. Außerdem ist die dafür notwendige Blutabnahme sehr stressig für das Tier und sollte nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt vorgenommen werden. (Andere dürfen natürlich gern anderer Meinung sein :o) )
An dieser Stelle muss ich noch einmal sagen, dass ich immer noch der glücklichste Mensch auf Erden bin. Meine kleine Emily ist wieder so wie vorher. Man kommt gar nicht auf die Idee, dass sie mal so schwer krank war, wenn man sie betrachtet.
Ich schreibe das hier bewusst rein, dass jemand, der ein Kaninchen mit dieser Krankheit hat, nicht aufgibt. Man sollte sich auch das letzte Fünkchen Hoffnung bewahren. Jedes Kaninchen hat verdient, dass man um ihn/sie kämpft und nicht aus Kostengründen gleich zum Einschläfern übergeht.!
Interessante Links zum Thema e. c. findet ihr in meiner Linksammlung.
etwas zur Diskussion:
Die Krankheit e. c. wird mit Vitaminen, Schmerzmittel, Antibiotika und Panacur behandelt. Zu letzterem gibt es unterschiedliche Meinungen in weit Panacur tatsächlich wirksam ist. Da Panacur ein Mittel zur Wurmkur ist, kommt für mich persönlich die Frage auf, inwieweit ein Wurmmittel Erreger im Nervensystem bekämpfen soll. Emily hat die Krankheit ohne Einnahme von Panacur überstanden. Man könnte jetzt von einem Ausnahmefall sprechen, aber man könnte auch annehmen, dass Panacur nichts mit der Genesung bei e. c. zu tun haben könnte.
Bei meinen Recherchen im Internet bin ich neben vielen Befürwortern von Panacur / Fenbendazol auch darauf gestossen, dass es zwar eine Studie gibt über die Wirksamkeit von Panacur, aber diese vom Hersteller des Medikaments stammt. Die Grundlage für diese "Studie" sind genau acht Kaninchen bei denen bei der e. c. - Behandlung mit Panacur eine Besserung zeigte.
Bei Wurmbehandlungen gilt Panacur als das Mittel der Wahl, weil es keine Nebenwirkungen hat und zwar weil es nicht im zentralen Nervensystem wirkt (eigene Werbung des Herstellers) Panacur wirkt auch nicht in anderen Organen, sondern nur im Magen-Darm-Trakt, deshalb heißt es ja auch, es ist so verträglich. Das Panacur im Allgemeinen nicht hirngängig ist, wurde auch durch Studien der Medikamenten-Zulassungsstelle in Berlin-Mariendorf belegt.
Im Berliner Raum ist eine Tierärztin am Überlegen, eine eigene Studie bezüglich der Un-/Wirksamkeit von Panacur ins Leben zu rufen. Es soll einigen Versuchstieren nach einer Panacurgabe Blut abgenommen werden. Anschließend wird geprüft, ob der Wirkstoff von Panacur nachgewiesen werden kann.